Auch große Mädchen wünschen sich jemanden, der ihre Hand nimmt und sagt: "Ich weiß, du kannst das alleine, musst du aber nicht. Wir machen das gemeinsam."
Dieses verfluchte Coronathema macht mir grad einen riesigen
Strich durch die Rechnung. Seid mir nicht böse, wenn ich nicht auf die Kranken und Verstorbenen eingehe. So direkt für mich bedeutet diese Situation, dass ich meinen tollen Freund, den ich ganz unverhofft begegnet und sofort verfallen bin, schon zu
lange nicht sehen kann, auch auf der Baustelle geht nicht mehr wirklich was
weiter. Ich weiß nicht recht, darf ich jetzt hinfahren? Darf ich dort was arbeiten,
oder kommt gleich die Polizei und fragt mich, ob ich verrückt bin, weil ich
mich nicht zuhause mit Klopapier und Desinfektionsmittel im Keller einsperre?
Naja, streng gesehen, müsste ich eh im Tiny bleiben, da wir dort auch schon
gemeldet sind. Wenn ich dort bin, hab ich aber trotzdem immer so ein komisches Gefühl,
dass gleich die Nachbarn mit brennenden Mistgabeln da stehen.
Ich kann auch keine Baustoffe mehr einkaufen, da ja alle Geschäfte zu haben. Ich habe vorher noch besorgt, was ging, aber teilweise steh ich doch wieder an. Ich mache eigentlich den Großteil alleine und ohne Hilfe, bei vielen Dingen wäre ein zusätzliches Paar Hände jedoch super hilfreich, jetzt darf aber ja keiner helfen kommen. Meinen Freund sehe ich schon immer nur Wochenends und da hat er mir immer super geholfen, da ging dann immer was weiter. Nun, das fällt jetzt auch flach.
Ich kann auch keine Baustoffe mehr einkaufen, da ja alle Geschäfte zu haben. Ich habe vorher noch besorgt, was ging, aber teilweise steh ich doch wieder an. Ich mache eigentlich den Großteil alleine und ohne Hilfe, bei vielen Dingen wäre ein zusätzliches Paar Hände jedoch super hilfreich, jetzt darf aber ja keiner helfen kommen. Meinen Freund sehe ich schon immer nur Wochenends und da hat er mir immer super geholfen, da ging dann immer was weiter. Nun, das fällt jetzt auch flach.
Okay, dann erzähle ich euch halt weiter, was wir schon so
machen konnten.
Nachdem wir die Fenster eingebaut haben, musste erst der überstehende Montageschaum weggeschnitten werden, danach haben wir alles mit speziellem Klebeband abgedichtet. Auch außen die ganzen Stöße von den Windschutzplatten. Oben konnte man unter dem Dachstuhl noch rundherum bei einem Spalt ins Freie sehen, das haben wir auch mit Montageschaum ausgefüllt. Da das Dach noch immer nicht gedeckt war, trauten wir uns nicht, die Dämmung rein zu machen. So versuchten wir alles Mögliche zu erledigen. Die Zeit lief und es war nicht mehr wirklich was anderes zu tun. Das Kaltdach mit einer Unterdeckbahn zwischen den Holzschichten wurde ja schon von der Zimmerei gemacht, und da nach Wochen innen noch immer alles dicht und trocken war haben wir doch mit der Dämmung angefangen. Außen war vom Dachdecker mal ein Gerüst halb aufgebaut worden und auf einer Seite fing er mit dem Dachfenster und der weiteren Unterdeckbahn an. Dann passierte wieder wochenlang gar nichts. Auf einer Seite war ewig das ledige Holz zu sehen.
Nachdem wir die Fenster eingebaut haben, musste erst der überstehende Montageschaum weggeschnitten werden, danach haben wir alles mit speziellem Klebeband abgedichtet. Auch außen die ganzen Stöße von den Windschutzplatten. Oben konnte man unter dem Dachstuhl noch rundherum bei einem Spalt ins Freie sehen, das haben wir auch mit Montageschaum ausgefüllt. Da das Dach noch immer nicht gedeckt war, trauten wir uns nicht, die Dämmung rein zu machen. So versuchten wir alles Mögliche zu erledigen. Die Zeit lief und es war nicht mehr wirklich was anderes zu tun. Das Kaltdach mit einer Unterdeckbahn zwischen den Holzschichten wurde ja schon von der Zimmerei gemacht, und da nach Wochen innen noch immer alles dicht und trocken war haben wir doch mit der Dämmung angefangen. Außen war vom Dachdecker mal ein Gerüst halb aufgebaut worden und auf einer Seite fing er mit dem Dachfenster und der weiteren Unterdeckbahn an. Dann passierte wieder wochenlang gar nichts. Auf einer Seite war ewig das ledige Holz zu sehen.
Die Spenglereien waren dann wenigstens mal gemacht. Also
die Dachrinne, das Lüftungsgitter beim Kaltdach und das Blech rundherum. Ich
wollte unbedingt ein Kaltdach, weil ich hoffe, dass es so in meinem Häuschen im
Sommer nicht so heiß wird, da ich doch direkt unter dem Dach schlafe. Auch meine Dämmung im Dachbereich mit 24cm
Stärke ist für so ein kleines Haus recht dick, die soll aber dafür sorgen, dass
wir im Winter weniger heizen und im Sommer weniger schwitzen zu müssen.
Bei einem Kaltdach handelt es sich um eine „zweischalige Dachkonstruktion“, wobei zwischen 2 Bretterschichten Luft zirkulieren kann. Durch diese Belüftung soll sich das Dach nicht so aufheizen, außerdem kann Luftfeuchtigkeit, welche durch die Decke aus dem Haus diffundiert, über diese Belüftungszone entweichen. Deshalb nimmt man dann keine Dampfsperre, sondern eine Dampfbremse. Das ist die Folie, die dann innen auf die Dämmung kommt.
Bei einem Kaltdach handelt es sich um eine „zweischalige Dachkonstruktion“, wobei zwischen 2 Bretterschichten Luft zirkulieren kann. Durch diese Belüftung soll sich das Dach nicht so aufheizen, außerdem kann Luftfeuchtigkeit, welche durch die Decke aus dem Haus diffundiert, über diese Belüftungszone entweichen. Deshalb nimmt man dann keine Dampfsperre, sondern eine Dampfbremse. Das ist die Folie, die dann innen auf die Dämmung kommt.
Man weiß nie wozu man fähig ist, bis man aufsteht und beschließt, es zu versuchen.
Wir haben zuerst die Steinwolle in 24cm Stärke für das Dach zurechtgeschnitten und reingesteckt. Sie soll von alleine halten, aber nicht zu sehr zusammengedrückt werden. Steinwolle ist nicht mein Freund. Und egal welches Messer man nimmt, nach gefühlten 3,4cm ist die Schneid dahin und man könnte die Wolle auch durchnagen, würde gleich aussehen. Aber wir haben uns wacker geschlagen und den Kampf gegen die störrische, staubende, juckende, bösartige Wolle gewonnen. Super stolz und angezogen wie auf einer Mondexpedition, hatten wir sie nach 2 Tagen dort, wo wir sie haben wollten. Sie streckte ihren Bauch noch herausfordernd zwischen den Balken raus, aber sie blieb oben. Ein bisschen Angst hatten wir schon, dass wir am nächsten Tag ins Haus kommen und die Teile am Boden liegen.
Man kann alles mit guter oder schlechter Laune tun. Die Arbeit bleibt gleich. Aus diesem Grund habe ich mich für die gute Laune entschieden.
Die 20cm starke Glaswolle habe ich dann an einem Tag alleine in den Wänden verbaut. Der Zimmerer meinte, sie nennen sie „den gelben Feind“, aber wir wurden gleich Freunde. Ich mag Glaswolle. Sie staubt nicht so, ist weich und fluffig, dämmt gut und brennt nicht.
Am nächsten Wochenende haben wir dann an
der Decke die Dampfbremse angebracht. Wir sind beide nicht besonders angetan
von Höhen über 2 Metern, das war also schon alles eine Herausforderung. Wir
spannten sie locker und tackerten sie an den Balken fest. Der Tipp, die
Dampfbremse mit Silikon abzudichten, brachte außer viel Arbeit und Gatscherei leider
nichts. Das hielt bei uns gar nicht. Wir haben sie rundherum ganz genau mit
einem speziellen Klebeband abgeklebt. Es soll ja nirgendwo zu viel Feuchtigkeit
zur Dämmung rein kommen, da sie sonst zu schimmeln beginnt. Das war gar nicht
so einfach. Wenn dieses Band mal klebt, dann klebt es. Außer dort, wo es soll,
aber daran waren wohl auch die Silikonreste schuld.
Durch die Dämmung wurde es langsam von der Temperatur her
etwas erträglicher im Haus. Teilweise hatte ich bis zu minus 14 Grad beim Arbeiten.
Sehr oft habe ich meine Zehen bis am Abend nicht mehr gespürt.
Nächsten Montag erzähle ich euch, wie es weiter ging. Ich
kann euch schon verraten, dass ich einen großen Rückschlag verkraften musste.
Aber Rückschläge sind, in verschiedenen Ausführungen, zu meinem treuen Begleiter
geworden. Wenigstens kann man sich auf etwas verlassen.





















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