Tiny House- Innenausbau und Toilette



Wie ging es weiter… hm…
Ich habe lange nach einem neuen Dachdecker gesucht, da der andere leider noch immer nicht kam, um endlich fertig zu decken. Da ich das Material ja schon da hatte, wollte keiner kommen. Keiner wollte mit fremdem Material arbeiten. Ich habe aber dann doch jemanden gefunden. Endlich war mein Dach fertig! Hat eh bloß über 3 Monate gedauert. Ich hatte so eine Freude, es sieht super aus.
Ich habe inzwischen die Fensterrahmen fertig gestrichen und dann die Wandpaneele angebracht. Wenn man so etwas wie diese Wandpaneele liefert, sollte man es doch gut sichern. Als es geladen wurde, bekam ich nur den Ratschlag, langsam zu fahren, das hat genau bis zur zweiten Kurve was gebracht, danach ist alles, trotz Schneckentempo umgefallen.


Es ging wieder mal ans schleppen. Vinylboden und Wandpaneelepackungen. Es war aber der erste richtige Frühlingstag. Die Sonne schien mir warm ins Gesicht und die Vögel sangen mir ein Lied. So war es nicht so schlimm gefühlte 317 Mal zwischen Bus und Tiny hin und her zu laufen.


Die Wandpaneele habe ich mit Abstand zu allen Ecken montiert, da sie sich anscheinend auch immer wieder ausdehnen und zusammen ziehen werden. Wenn man bei der ersten Reihe darauf achtet, wirklich in der Waage zu sein, ist es eine lustige Arbeit und es geht auch schnell dahin. Es sind Click-Paneele, die sich leicht zusammenstecken lassen, und dann mit speziellen Klammern an die Wand genagelt werden. Ich wollte erst Echtholz Paneele nehmen, aber die dann immer zu streichen und zu pflegen, wollte ich mir ersparen. Meine Paneele sind zwar aus gepresstem Holzstaub, aber auf der vorderen Seite haben sie eine Beschichtung, die es in verschiedenen Optiken gibt. Ich habe mich für die helle Birke entschieden. Man kann sie durch die Beschichtung leicht sauber halten und einfach abwischen.




Danach habe ich auf den Boden Click Vinyl verlegt. Ich habe ihn verklebt anstatt eine Trittschalldämmung darunter zu verlegen, da die gleich teuer wie der Boden gewesen wäre. Vinyl gewann gegen Laminat, da er aus Kunststoff ist und sich nicht mit Wasser vollsaugen kann. Da ich ja einen kleinen Hund habe, wollte ich da auf Nummer sicher gehen. Außerdem gibt es schon sehr schöne, die wirklich wie Holz aussehen. Außerdem braucht man für den Vinyl keine Säge, man kann ihn mit dem Stanleymesser einritzen und dann brechen. Außerdem lässt er sich mit dem Messer auch toll nachbessern. Da ich ja einige Steher und Abwasseranschlüsse habe, die beim Bodenlegen eine Herausforderung darstellen, ging das mit dem Vinyl ziemlich gut.



ich hatte keinen Gummihammer- die Not macht erfinderisch




Machen. Nicht grübeln. Nicht faseln. Einfach machen. Im schlimmsten Fall wird es eine Erfahrung.
Was aber ausnahmslos immer eine riesige Zusatzarbeit in einem Tiny ist: alles von einer Ecke in die andere zu räumen. Da so wenig Platz ist, steht immer etwas im Weg und man muss sehr viel Zeit zum rum räumen einplanen. Den Boden musste ich auch unter die langen Holzbretter durch verlegen, weil ich die nicht alleine aus dem Haus gebracht habe.

Zwischendurch kam die Decke an die Reihe. Die habe ich mit Echtholz Nut und Federbretter aus Fichte gemacht. Ich wollte einen Kontrast zu den Wänden, und diese Bretter vielleicht irgendwann mal etwas dunkler streichen. Mein Freund hat mir geholfen. Wir haben die 5 Meter langen Bretter irgendwie ins Haus gelegt und uns dann wieder das Gerüst aufgestellt. Man konnte sich mit den langen Brettern natürlich nicht im Haus drehen. Wir haben sie oben aus einem Fenster geschoben, damit wir dann hinter den Mittelbalken gekommen sind. Die eine Dachseite hat so recht gut geklappt, aber für die andere Seite lagen alle Bretter verkehrt herum im Haus. Durch das Gerüst kamen wir damit auch nicht mehr raus, um sie zu drehen, darum haben wir sie in der Mitte abgeschnitten. Irgendwann geht dem besten Handwerker die Geduld aus. Außerdem war es teilweise wirklich schwer, die 5 Meter langen Bretter zusammen zu stecken. Mit 2,5 Meter Langen ging das natürlich viel schneller. Die Stöße würde ich später mit einer dünnen Holzleiste überdecken.







Mein Nachbar hat mir dann mit Paletten eine Behelfstreppe vor dem Eingang gebaut, die eine riesen Erleichterung war, da wir bis dahin immer über eine kleine Stehleiter ins Tiny gekraxelt sind.


Meine Küchenmöbel und Geräte habe ich teilweise bestellt. Leider war die Spüle und ein Hängeschrank beschädigt, der Umtausch war wenigstens problemlos. Nur ist es trotzdem immer ärgerlich, wenn es immer wieder wo hakt.



Es war wieder mal eine Schlepperei die Kartons mit den Schränken ins Tiny zu bringen. Ich habe die Möbel dann aufgebaut und bemerkt, dass die Schubladen um gut 10cm kürzer sind, als die Schränke. Das war doch verschenkter Platz und den hat man in einem Tiny nicht. Darum habe ich die 9 Schubladen verlängert. Die Griffe haben mir auch nicht gefallen, darum habe ich mir selber welche aus Birkenästen gemacht.









Es kam dann der Installateur und hat die Wasserleitungen verlegt, den Boiler angeschlossen und die Toilette montiert. Juhuuuu, endlich konnte ich im Tiny auf´s WC gehen.




Da der Elektriker leider nicht daher kam, haben mein Freund und ich die Stromkabel hinter den Küchenmöbeln verlegt, damit wir die endlich fertig aufstellen und befestigen konnten. Wir mussten bei sämtlichen Schränken hinten unten Ecken wegschneiden, damit dort Wasserleitung und Stromkabel laufen können. Da meine Schränke auch den Aufgang zu meinem Schlafbereich bilden, konnte man da endlich ohne Leiter rauf. Ich habe auf die Schränke, die die Treppe bilden, auch Vinyl verklebt und eine Umrandung aus dünnen Holzleisten gemacht, die ich auch gestrichen habe.


Ich habe auch meine bestellte Fertigdusche bekommen, nur leider war die falsche Rückwand dabei. 4 Wochen gewartet und wieder konnte ich nicht weiter machen. Rückwand zurück geschickt und nun wieder auf die Richtige warten.


Als nächstes habe ich mich unters Haus gelegt und die Öffnungen, wo Abwasser und Wasser ins Haus gehen, mit Mausgitter abgedeckt. Nicht, dass ich eines Tages eine Mauskolonie in meiner Bodendämmung habe.



Der nächste Punkt auf der Liste waren die Türen zu Abstellraum und Badezimmer. Ich habe weiße Kunststoff-Falttüren montiert. Sie brauchen sehr wenig Platz und sind leicht auf die gewünschte Länge kürzbar.



Mit der Verkleidung der Zwischenwände wollte ich warten, bis der Elektriker endlich kommt, damit er da noch freie Bahn hat.
Da erzähle ich euch das nächste Mal weiter.


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